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Das Vierte und Fünfte Jahrhundert

Zwischen der zweiten Hälfte des XV. und Anfang des XVI. Jahrhunderts fand Chianciano die Kraft zu einem neuen Aufschwung, der aber auch von vielen kritischen Momenten gestört wurde: die Konflikte mit Montepulciano um die Bestimmung der Landesgrenzen, eine neue Pestseuche im Jahre 1476, der Einmarsch von Karl aus Montone im Jahr 1477, die vielen Plünderungen und die Zerstörung der Ernten nach dem Angriff des Königs von Neapel und des Papstes gegen Siena und Florenz im Jahre 1478, die Besetzung am 18. Januar des Jahres 1503 durch den Herzog Valentino (Cesare Borgia) bis zu einer neuen schrecklichen Pestilenz im Jahr 1526.
Trotz allem konnte die Landwirtschaft und die Viehzucht die Wirtschaft unterstützen. Der Krieg zwischen der Republik von Siena und dem Herzogtum von Florenz in der Mitte des XVI. Jahrhunderts, schädigte diesen relativen Neubeginn. Chianciano gab sein Letztes, mit schweren menschlichen und finanziellen Verlusten. Die Mauern der Stadt wurden zerstört, die Häuser niedergebrannt, die Bevölkerung auf die Hälfte reduziert. Chianciano wurde Florenz unterworfen und erst durch Cosimo I der Medici wieder aufgebaut.
Von der Krise des sechzehnten bis zum Prunk des neunzehnten Jahrhunderts

Ende des XVIII. Jahrhunderts wurde man sich langsam der Möglichkeiten der Nutzung der Thermalwasser bewusst und es wurden die ersten Thermen erbaut. Vom achtzehnten Jahrhundert an ist die Geschichte von Chianciano eng mit der der Thermen verbunden, von der Leitung der Bäder, den Investitionen und der wachsenden Aufwertung, die der Gemeinderat sich zu seiner Aufgabe gemacht hatte. Im Jahr 1777 entzieht Peter Leopold, mit der Absicht die kleineren Stadtverwaltungen zu reduzieren, Chianciano die Autonomie und legt sie institutionell mit Cetona und Sarteano zusammen.

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